Unsere „Arctic Race of Norway Challenge“

Was für ein Nebel am Nordkapp. Gegen Mittag entschieden wir uns dann doch das Nordkapp zu verlassen. Wegen der „Arcitc Race of Norway Challenge“, einer riesigen Rennrad-Tour durch Norwegen wurde am späten Nachmittag die gesamte Zufahrt zum Nordkapp-Plateau gesperrt. So hieß es entweder ausharren oder fahren.
Wir konnten die Parkplatzausfahrt nur finden, weil wir sie am Tag zuvor als Einfahrt genutzt hatten und die nächsten 15 km wurde es nicht wirklich besser. Meter für Meter ging es über das Plateau. So eine Suppe habe ich noch nie gesehen…
Unter dem Nebel ging das Fahren dann wieder ohne Probleme! Wir fuhren noch bis Klubbukt, kurz vor Hammerfest. Auch Hammerfest wurde wegen des Rad-Events am folgenden Tag für den Verkehr gesperrt. So wurde die Entscheidung getroffen, Hammerfest nicht zu besuchen.
Klubbukt dagegen ist ein Mini-Mini-Fischerdorf mit winzigem Hafen und ein paar Häusern. Weit und breit nichts und wir mittendrin! Wir standen super ruhig im Hafen und haben dort nicht einen einzigen Norweger angetroffen.
Mit Blick auf die Brücke, die nach Hammerfest rüber führt, klang der Abend im Wohnmobil aus.
Ach ja, Wetter: ACHTUNG – Es regnete in Schauern und wir haben „nur“ noch 9°C. Die Heizung rennt…

Aus Klubbukt fuhren wir dann bei Nieselregen in Richtung Alta, wo es begann wieder trockener zu werden. In Alta trafen wir auch Andrea und Ernst-August wieder, die uns irgendwie seit dem Weihnachtsdorf verfolgen. ;-) Wir besuchten zusammen die Nordlichtkathedrale, welche erst im Winter 2013 eröffnet wurde. Für eine Kirche ist es ein richtig modernes Bauwerk und hoch modern. Leider wurde die Nordlichtattraktion im Untergeschoss noch nicht fertiggestellt. Vielleicht nächstes Mal…
Weiter ging es zum Museum Alta, welches eines der größten Gebiete für Felszeichnungen in Nordeuropa ist und mit zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Wir informierten uns ein wenig im Foyer, ließen jedoch den Gang zu den Felsen aus. Es war Zeit für Fabians Mittagsschlaf und so fuhren wir noch bis nach Synatur ca. 50 km hinter Alta am Rande eines Gletschers am Jokelsfjorden. Dort angekommen erwanderten wir noch einen Aussichtspunkt des Gletschers, doch leider verbarg er sich hinter einer dicken Wolkendecke. Gut 4 km weiter den Fjord hinunter gibt es einen netten kleinen Wohnmobilstellplatz direkt am Wasser mit kleinem Bootsanleger. Der Platz reicht für etwa 5 bis 6 Wohnmobile. Auch Andrea und Ernst-August fanden sich hier ein und ich verabredete mich mit den beiden für den morgigen Tag zum Wandern an den Fuß des Gletschers. Melanie und Fabian werden das Wohnmobil hüten. Der Weg ist weder Buggy-, noch Tragegeschirr-Kompatibel. :-(
Am Abend gab das Wetter dann noch einmal alles. Die Sonne lugte durch die Wolken und gab den Blick auf den riesigen Gletscher frei. Ein toller Anblick direkt vom Stellplatz aus.
Ich nutzte die Gelegenheit direkt am Fjord dann noch zum Angeln. Fisch ohne Ende! Ich angelte 19 kleine Seelachse in gut einer Stunde, aber nichts für die Pfanne. Grrmmppf…
Aber keiner Sorge, wir müssen hier nicht hungern!

Am anderen Morgen fuhr ich bei heiterem Wetter nach dem Frühstück, wie am Abend vorher mit den beiden Mannheimern verabredet zum Wanderparkplatz. Von da aus machten wir uns auf zur Wanderung zum Gletscherfuß. Die Aussicht je weiter wir voran kamen war fantastisch!
Der Weg bis kurz vor dem Gletscher war jedoch alles andere als ein Spaziergang. Dicke Felsen, Geröll und Pfade durch tiefe Wälder machten es nicht immer einfach für uns vier (Andrea, Ernst-August, deren Hund Lara und meine Winzigkeit). Mit einiger Kletterei an steilen Geröll-Abhängen war es dann soweit, wir erreichten nach 3,5 Stunden den Fuß des Gletschers im Jokelfjorden!
Kurz vor dem Erreichen des Ziels wurden wir noch Zeuge eines riesigen Gletscherabbruchs, welcher dann ins Tal rauschte. Wahnsinn!! Das knallt ganz gut…
Nach knapp einer halben Stunde Rast machten wir uns dann auch wieder auf den Rückweg. Nachdem wir den Pfad wieder gefunden hatten, lief es dann auch ganz gut, so dass wir um 16 Uhr wieder zurück am Wohnmobil bei Melanie und Fabian waren. Die beiden hatten den Tag genutzt um Wäsche zu waschen und einfach mal zu entspannen.
Am Abend gab es dann noch ein gemeinsames Wanderer Essen in der kleinen Küche am Stellplatz. Käsespätzle mit angebratenem Speck füllten unsere leeren Mägen. Lecker…
Der Abend endete nach dem Abwasch von Ernst-August und mir ruhig im Wohnmobil.

Gut und vor allem ruhig geschlafen startete der neue Tag. Wir machten uns bei Dauerregen frühzeitig auf in Richtung Tromsö . Entlang der E6 und der Lyngen-Alpen nahmen wir dann in Olderdalen und in Svensby die Fähren um den Weg abzukürzen. Hierbei mussten wir allerdings feststellen, dass 1 Meter mehr an Wohnmobil richtig Geld kostet. Sie können es ja nehmen…
Dafür konnten wir während der Fährzeit uns um Fabian kümmern und ihm sein Mittagessen verabreichen. Und wieder blieb nichts für den Papa über!
In Tromsö  angekommen wollten wir noch am Nachmittag die Eismeerkathedrale im Vorort Tromsdalen besuchen. Diese war jedoch wegen einer riesigen Hochzeit nicht zugänglich. So verschoben wir diesen Programmpunkt einen Tag nach hinten. Bei anhaltenden Regen suchten wir uns etwas außerhalb von Tromsö  einen Übernachtungsplatz. Diesen fanden wir auf einem Wanderparkplatz. Groß, einsam, matschig aber ansonsten in Ordnung.
Wir nutzen die Zeit bei dem Regen mit einem Schläfchen bevor wir den Abend ruhig ausklingen ließen.

Früh starteten wir in den Tag –  Die Sonne lacht durch die Wolken! Da steigt gleich auch wieder die Lust Neues zu Entdecken. Auf ging es zurück in die City vom Tromsö . Der Weg in Richtung Polarium war alles andere als einfach. Durch die „Arctic Race of Norway Challenge“ die hier Mitten um Tromsö  langführt, waren viele Straßen, Brücken und Tunnel gesperrt. Nach gut einer Stunde fanden wir einen passenden Parkplatz unterhalb der großen Stadtbrücke. Glück gehabt!
Wir machten uns zu Fuß auf durch die City. Auch hier war alles gesperrt. Alles nur Fahrradverrückte hier! ;-)
Im Polarium dann konnten wir uns ein wenig der arktischen Natur hergeben. Nett gemacht, mehr aber auch nicht. Von der Altstadt war leider heute auch nicht viel zu sehen. Tromsö  befindet sich aktuell in einem echten Ausnahmezustand!
Nach dem Besuch in der Touristinfo und der guten Versorgung mit Infomaterialien verließen wir dann die Stadt und fuhren weiter nach Mälselvfossen. Hier besichtigten wir einen riesigen Wasserfall sowie ein Unterwasseraquarium mit Wildlachsen, die hier eine riesige Fischtreppe passieren können.
Zum Abendessen würde uns einer schon reichen! ;-)

Und wo uns der Weg nach diesem Blog-Eintrag gleich noch hinführt, dass weiß noch nicht einmal die „Navigatorin“ – Wir sind gespannt!

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3 thoughts on “Unsere „Arctic Race of Norway Challenge“”

  1. Hallo ihr Drei, tolle Fotos und vor allem, tolle Kommentare,,
    !!!!! Ach ja, skyp ist wieder OK. Wenn ihr dann mal wieder Gelegenheit habt koennen wir es ja nochmal versuchen . Alles Gute von uns. Und passt auf euch auf!!! Christel und Hansi

  2. Hallo, wenn ich das so lese sind wir froh das Ihr heile vom Nordkap zurück seid, die Fahrt war ja wohl nicht so „ohne“!
    Weiter wünschen wir Euch viele so schöne Eindrücke und uns so schöne Bilder vor allem die von Fabian!!
    Hubert und Heike

  3. Hi ihr Norwegen-Entdecker,
    das liest sich alles so spannend….! Und erinnert sehr an unseren Trip 2011…. mein Gott, ist dieses Land nicht einzigartig.
    Weiterhin so viele besondere Momente und Entdeckungen wünschen wir euch!
    Ach ja- Fabian, du siehst richtig cool aus in deinem Sitz. … soll ich Dir von Oskar bestellen:-)!
    Er ist auch gerade dabei, sich einen kiddy auszuwählen.
    Vg Nadine
    p.s. : hier ist jetzt auch schlechtes Wetter und man hat den Eindruck, am 19. August sei Herbstanfang.
    Seit unserer Norwegenreise sprechen wir immer von „Stavanger-Wetter“….. wo es damals skandinavisch-treu nur schüttete. …

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