Abschied nach 40 Reisetagen entlang der norwegischen Küste – Heimat wir kommen!!!

„Auf zu neuen Ufern“, so könnte unser neues Motto lauten. Wir sattelten schon früh die noch mit Diesel versorgten Pferdchen und fuhren weiter die Küste wieder hinauf. Ja, wir bewegen uns seit dem Besuch am Südkapp wieder in nördliche Richtung, aber dann doch in Richtung Heimat.
Melanie hatte einen neuen eventuellen Stellplatz auf dem Pad ausgemacht. Zweimal links und einmal rechts bitte, den Berg hinab und wir sind da! Gemacht, getan…
Die Straße verlor ihren Asphalt und der Belag wechselte auf Schotterpiste, plötzlich waren nur noch die Fahrspuren geschottert und dann standen wir nach einer Fahrt durch dichte Felsformationen an einer Wunderschönen Bucht. Endstation! Ein angeblicher Parkplatz mit eingeschränktem Halteverbot und absolut keiner Wendemöglichkeit. Willkommen im Paradies…
Für Melanie hieß es Schuhe anziehen, Funkgerät mitnehmen und dann ging es die Strecke wieder Bergauf im Rückwärtsgang und engen Kurven zurück. Abenteuerreisen halt! ;-)
Zurück auf der ausgebauten Straße unterließen wir erst einmal weitere Parkplatzabenteuer und fuhren weiter nach Kragerø. Wir fanden einen guten Stellplatz wieder MIT Aussicht direkt am Stadtrand. Ein riesiges Gelände mit Anleger und Zugang zur Stadt, die wirklich sehr hübsch ist. Wir spazierten durch die mit Brücken verbundenen Stadtteile und genossen bei absolut besten und sommerlichen Wetter den Flair dieses Küstenortes direkt am Fjord.
Nach einem Nachmittagsschläfchen draußen in der Sonne schaute auch Fabian interessiert den zig vorbei fahrenden Booten hinterher. Richtig was los hier auf dem Wasser.
Mit Abendessen, dem schönen Abendlicht im Fjord beendeten wir den Tag.

Augen auf, Ohren auf Empfang und ein neuer Tag brach an. Die Sonne lugte schon wieder durch die Ritzen und es war Zeit zum Aufstehen, zumindest, wenn es nach Fabian ging. Entspannt starteten wir in den Tag. Fahren wir von dem Stellplatz weiter, oder bleiben wir noch, das war die größte Frage des Morgens. Wir entschieden uns für das Weiterfahren und ab ging es. Weiter die Küstenstraßen entlang hielten wir noch an zwei Campingplätzen. Wir haben zwar von nun an „nur“ noch eine Woche bis nach Hause, aber eine Ladung Wäsche waschen wäre nicht so schlecht gewesen. Bei dem ersten Campingplatz wollten die pro Nacht und ohne irgendein Schnick-Schnack spontan 300 NOK ohne Duschen, Strom, etc. haben. Sorry, nein danke! Wir wollten den Stellplatz nicht kaufen…
Der zweite Campingplatz war Saisonbedingt schon geschlossen und so fuhren wir weiter bis nach Brevik, dem Örtchen direkt hinter Langesund, unserem Fährhafen nach Hirtshals in Dänemark. Unseren Parkplatz fanden wir mal wieder direkt unter einer Brücke, diesmal der Brevik Bru. Brücken und Wasser ziehen uns irgendwie magisch an. Hoffentlich schlafen wir demnächst nicht unter der Brücke vom Loddenbach! ;-)
Dass es zudem ein guter Platz zum Angeln war, zeigte sich schon nach dem zweiten Wurf und eine Makrele konnte meinem Pilker nicht wiederstehen! Eine zweite folgte dann noch am frühen Abend. Das war es dann aber auch schon. Am Nachmittag spazierten wir noch durch die „Altstadt“ von Brevik, welche im Fjord auf einer Insel vorgelagert ist. Schön gelegen und gut gepflegt zeigte sich das Örtchen. Auf dem Rückweg gab es dann noch ein leckeres Eis direkt am Hafen.
Nach dem Abendessen, Fabi zu Bett bringen und schreiben für den nächsten Blogeintrag genossen wir noch die Sicht auf die viel befahrene Wasserstraße direkt vor uns.

Ach ja, Wetter: Wetter haben wir hier auch! Eiswetter!!! Strahlendblauer Himmel, Sonne pur und 23°C – Nie endendes Urlaubswetter! Langsam besteht Suchtgefahr und die erste fette Depression droht mit der nächsten Schlechtwetterfront…

Der vorletzte Tag in Norwegen! Fabians innerer Wecker hat schon früh seine Funktion war genommen und dabei wusste dieser wohl nicht, dass gar kein Fahrtag anstand. Wir hatten entschieden an dieser Stelle bis zum Tag der Abfahrt unter der Brücke stehen zu bleiben, denn dieser Stellplatz erfüllte schon etliche Kriterien, die einen guten Stellplatz ausmachten.
So standen wir in aller Ruhe auf, Frühstückten ausgiebig und schauten der Sonne beim Aufgehen zu. Ich nutzte dabei den Vormittag und angelte vor mich hin. Zwei weitere Makrelen hatten sich dazu entschieden, sich von mir packen zu lassen. Sie kamen frisch fertig gemacht zu den anderen beiden in die Truhe. Sie werden exportiert und landen an einem netten Abend zuhause auf dem Grill.
Nach dem Mittag marschierten wir noch einmal durch Brevik und ließen dabei den Tag vor sich hin ziehen. Jeder trödelte vor sich hin und machte das, worauf er gerade Lust hatte. Auch Fabian nutze die Zeit für ein ausgiebiges Schläfchen im Buggy. Genießer!
Neben Duschen, Essen machen wurde auch Fabian noch gebadet. Es soll ja keiner sagen, wir würden Norwegen nicht sauber verlassen…
Mit einer letzten Runde Karten spielen beendeten wir diesen Chillout-Tag!

Time to say Good Bye Norwegen… Schnüff!
Allein in Norwegen haben wir es mit der vergangenen Nacht auf 40 Übernachtungen gebracht und dabei insgesamt auf 37 unterschiedlichen Stellplätzen gestanden. Der Wahnsinn…
Aufstehen, Frühstücken und es juckte dann doch los zu kommen. Doch vorher war noch reine Machen im Wohnmobil angesagt. Matten ausklopfen, Bad putzen und Wischen standen noch auf dem Programmplan.
Ein Anruf von der Fährgesellschaft, der Fjordline brachte dann den Plan komplett durcheinander. Unsere Fähre viel wegen eines Todesfalles mit Helikoptereinsatz aus. Die nächste Möglichkeit bestände erst am Donnerstag, so die nette Dame am Telefon. OK, eine Umbuchung musste her und so buchten wir kurzfristig über die ColorLine die Fähre von Larvik nach Hirtshals. Die 40 km weiter bis zum Fährhafen brachten uns nicht um.
Nichts desto trotz bekam Fabian noch sein Mittagessen unter der Brücke, bevor wir ein letztes Mal in Norwegen im REMA 1000 einkauften und dann zur Fähre fuhren.
Der Check-In verlief auch ohne Ticket ohne Probleme. Irgendwie ergab sich keine Möglichkeit dieses auszudrucken und so checkten wir allein mit unserer Buchungsnummer ein. Kurz darauf hieß es dann auch schon ab auf´s Schiff, klappen zu und auf ging es nach Hirtshals (Dänemark), NATÜRLICH MIT SONNENSCHEIN!
Auf Wiedersehen Norwegen!!!

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