Stockholm

Eigentlich, ja eigentlich wollte ich heute gar nichts posten, doch der Tag ist es wert…

Wir sind heute früh in aller Ruhe nach einem ausgiebigen Frühstück von Norsholm am Göta-Kanal gut 180km weiter nach Stockholm gefahren. Wiedermal gab das aktuelle Wetter hier in Schweden den Takt dazu vor. Sonne und 32°C, da ging nur Fahren oder Stehenbleiben.
In Stockholm angekommen (Longholmens Husbilcamping) richteten wir uns kurz häuslich ein, Strom für den Kühlschrank dran und Markise raus. Heißes Sommerwetter, was machen wir am besten??? Natürlich – Wir gehen Baden und das mitten in Stockholm! Badebuchse, Handtuch und Sonnencreme ab in den Kinderbuggy und los ging es. Direkt am Nordufer von Longholmen gibt es geniale Bademöglichkeiten. Wer es mag, der legt sich wie eine Sardine an den Strand, oder wer das nicht mag, der geht 100 Meter weiter, hat dafür keinen Strand sondern Steine und klettert mehr oder weniger ins Wasser! Endlich Abkühlung…
Irgendwie lustig, mitten in Stockholm Baden zu gehen! Auch Fabian hatte daran mehr als Freude und genoss so an diesem heißen Tag das kühle Nass.
Zurück am Womo brachten der Nachmittagsbrei und ein paar Plätzchen die nötige Stärkung für den Gang in Gamla Stan, die Altstadt Stockholms. Die Sonne brannte, die Stadt war voller Touris und wir mitten drin. Gemütlich ist anders, aber dieses Feeling ist doch irgendwie einzigartig! Alle sind bester Stimmung, vor Allem nachdem ich mehrere Male die Greffener Fahne hervor holte und mit dieser ein paar Fotos in Stockholm machte. Irgendwie erzeugte dies Aufsehen, warum, dass kann ich mir nicht erklären. Witzig war auch die Aktion mit der Fahne vor dem königlichen Schloss in der Altstadt. Selbst der Wachsoldat schaute interessiert und war kurz davor aus seiner Hütte heraus zu kommen!
Nach erfolgtem Stadtbummel und platter Füße ging es zurück und wir genießen den Abend im Greffener Hauptquartier bei leckerem Schnitzel und „heimischen“ Bier aus Dosen!

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Was für ein Wetter! Gestern und heute mal wieder Sonnenschein und 30°C im Schatten. Eigentlich fuhren wir gegen Norden, damit es nicht mehr so warm ist, aber da sind wir wohl auf dem Holzpfad unterwegs…

Gestern konnten wir so in den frühen Morgenstunden uns der „Hitze“ kurzfristig entziehen und haben uns aufgemacht zur Wandertour im Skurugata/Skuruhatt. Neben dem höchsten Berg in Smallland, gab es auch dort die mysteriöseste Schlucht in Schweden die es für uns zu erwandern galt. Mit Fabian vor dem Bauch und die Greffener Fahne im Gepäck ging es los!
Erst Bergauf, dann Bergab in die Schlucht, noch weiter Bergab bis es zwischen dem Felsgestein angenehm kühl wurde. Fabian war nur noch am gackern und die „Alten“ mussten ackern über Stock und Stein. Ein echtes Abendteuer… Nass geschwitzt und bei wärmlichen Wetter fassten wir den Entschluss uns auf einem Campingplatz nördlich von Gränna niederzulassen. Bei der Hitze fahren ist für Fabi als auch für uns nicht wirklich angenehm. So nutzen wir den Stellplatz am glasklaren Vätternsee zum Entspannen im Schatten und zum Wäschewaschen. Konnte doch keiner ahnen, dass wir in Schweden so schwitzen müssen. Für so warmes Wetter waren wir nicht wirklich vorbereitet.

Gut geschlafen und mit frischen Brötchen starteten wir in den nächsten heißen Tag hinein. Bereits um 10 Uhr zeigte das Thermometer schon seine 30°C an. Von schwüler Luft ist hier allerdings nichts zu merken! Fabian war nach dem Check-Out am Campingplatz schon wieder fertig und so konnten wir gut zwei Stunden weiter in Richtung Stockholm fahren.
In Norsholm kam es dann zum Rennabbruch aufgrund von Hitze. Keine Chance auf ein Weiterkommen. Das Wohnmobil heizte sich trotz Fahrerhausklima zu weit auf. Direkt am Göta-Kanal (dem blauen Band Schwedens) strandeten wir und genossen den Blick auf die vorbei ziehenden Boote im Schatten unter der Markise. Aber zum stressen haben wir auch überhaupt keine Zeit!!!
Fabian nutzte die freie Zeit auf seiner Spieldecke, Melanie mit ihrem Buch und ich am Göta-Kanal zum Angeln. Viel war hier nicht zu erwarten, aber vier Fische gab es schon. Zwei zu klein, einer im Eimer und einer „fast“ im Eimer. Da war es hin, das Abendessen…So gab es „nur“ Salat mit Knäckebrot. Leckerem Knäckebrot!
Uns jetzt wo Fabi von tiefen Schluchten, anstrengender Hitze, vielen Booten und großen Fischen träumt, lassen wir den Abend mit leckeren Blanc de Noir vom Weingut Ernst Sebastian ausklingen. (Nein, dies ist keine Schleichwerbung! – Der Wein ist so lecker und verdient es, an besonderen Tagen getrunken zu werden!)

Ankunft in Südschweden

Nur der frühe Vogel bekommt die Fähre, so war es auch am frühen Dienstagmorgen um 5.30 Uhr. Check-In am Terminal der TT-Line von Rostock nach Trelleborg in Schweden. Pünktlich um 07.30 Uhr legte der Kahn ab. Goodbye Deutschland…
Fabians erste große Kreuzfahrt mit jeder Menge neuer Erfahrungen!
1. Es ist verdammt laut, wenn man auf die Fähre fährt!
2. Man kann jede Menge Leute gucken und mit ihnen schäckern!
3. Und auf dem Sonnendeck windet es ohne Ende!
Vom Spieleparadies mit Räubern und herumlaufenden Piraten mal ganz abgesehen. Das Bällebad war hierbei natürlich am spannendsten.

In Trelleborg angekommen war der kleine Krieger erst einmal ratz fertig und wir fuhren die Küstenstraße bei Palmen, Sonnenschein und 30°C bis nach Baskermölla, einem kleinen Dorf direkt an der Küste. Hier gab es neben Brei die erste Pause nach 120 Küstenkilometern.
Die anschließende Weiterfahrt ging bis nach Kivik. Dort besuchten wir Schwedens größte Apfelplantage und Mostere. Natürlich kamen wir am Werksverkauf nicht vorbei. Mit frischem Cidre ging es weiter zum Schlafplatz kurz vor dem Hafen von Kivik. Direkt vor den Dünen gelegen hatten wir einen wunderschönen Stellplatz zum Schlafen.

Am Mittwochmorgen ging es dank des Frühaufstehers schon vor allen anderen wieder auf Tour nach Osby in das „Brio Lekoseum“, einem Spielzeugmuseum der Firma Brio. Fabians Paradies auf Erden!
Weiter ging es dann nach Möckeln bei Älmhult zur Mittagsrast. Fabi konnte das erste Mal seine Füße in schwedisches Wasser halten!
Nach einem kurzen Abstecher an der Burgruine „Kronobergs Slottsruin“ fanden wir im Schwedischen Nirgendwo unseren heutigen Stellplatz für die Nacht direkt an einem Badeplatz am See Änghultasjön. Natürlich lud der Badeplatz Fabian und mich zum Baden ein! Etwas frisch und ganz nebenbei eine willkommene Abkühlung bei 29°C Lufttemperatur. Von wegen es wird kühler, je weiter man nach Norden kommt… ;-)

Wir sind dann mal wech…

Das Warten hat ein Ende und unsere Zeit ist gekommen! Ja, wir sind auf Tour…
Heut in der Früh, ich schau aus dem Fenster, was sehe ich, es schüttet wie aus Kübeln. Na das kann ja was werden. Egal… Bei uns ist so schnell noch nichts ins Wasser gefallen!
Es wurde noch ganz in Ruhe mit Fabian gefrühstückt, die letzten Sachen verpackt und dann ging es endlich los! Natürlich stand das Wiegen bei Hubert mit auf dem Abfahrtsplan. (Das Gewicht werde ich an dieser Stelle hier mal nicht wieder geben!) ;-)

In Gütersloh auf die Autobahn, Hannover rechts liegen gelassen ging es dann über die „Straße der Liebe“ (B191) über Celle, Uelzen, Dannenberg auf Schwerin zu. Noch schnell über ein paar Autobahnen und dann erreichten wir nach mehreren Pausen, Spielzeiten und einem letzten Einkauf Rostock, unseren Fährhafen, wo wir morgen übersetzen nach Trelleborg! Was zu erwähnen ist an dieser Stelle: Ab Hannover hatten wir strahlend blauen Himmel und Sonnenschein bei 30°C!!! Was für ein Urlaubswetter!

Und auch Fabian hat sich für einen solch langen Fahrtag mit 480 km echt klasse gemacht. Mit schlafen, spielen, essen, schlafen, meckern, einkaufen, essen, schlafen, usw. kann man so einen Tag wohl überbrücken!

So, jetzt wird schnell geschlafen! Ab Morgen ruft das Ausland…
Bis die Tage!

Zu folgendem Video: Unser heutiger Tag in bewegten Bildern… ;-)

Unsere Womo-Reihe

Es ist vollbracht, die Seiten zu unseren einzelnen Womo´s sind erstellt und die einzelnen Ziele eingetragen. Schon beachtlich, was wir in fünf Jahren so „erfahren“ haben…

Womo 1.0 - Globecar Globescout
Womo 1.0 – Globecar Globescout
Womo 2.0 - Adria Compact SP
Womo 2.0 – Adria Compact SP
Womo 3.0 - Adria Matrix Plus M680 SP
Womo 3.0 – Adria Matrix Plus M680 SP

Noch zwei Tage und den Rest von heute, dann geht es endlich los!!!
-> Große Skandinavien-Tour 2014

Yes, we camp…!